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Langfristige Kommunikationsstrategien sind für Unternehmen unverzichtbar

Dialog mit Frank Schmeichel über Kommunikationsstrategien für Unternehmen empfehlen!

Beitrag von:

Frank Schmeichel

Dialog mit Frank Schmeichel von der Business Network Marketing- und Verlagsgesellschaft – „Langfristige Kommunikationsstrategien sind für Unternehmen unverzichtbar“

Vor allem in Krisenzeiten bedürfen Unternehmen effektiver Kommunikationskonzepte, um im Spannungsfeld wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Akteure erfolgreich zu agieren. Frank Schmeichel ist Gründer und Geschäftsführer der Business Network Marketing- und Verlagsgesellschaft aus Berlin und auf die Entwicklung und Umsetzung genau solcher Konzepte spezialisiert. Mit welchen Herausforderungen er dabei täglich zu tun hat, worauf es beim Thema Stakeholder-Kommunikation ankommt und wie er für sein Engagement jüngst zum Ehrensenator bestellt wurde, erzählt er in diesem Interview.

 

Conplore: Guten Tag, Herr Schmeichel! Sie sind Experte für strategische Kommunikation und beraten in dieser Funktion vor allem Unternehmen der Immobilienbranche. Welche Leistungen bieten Sie genau an?

Frank Schmeichel:

Zunächst einmal bieten wir unseren Klienten Vertrauen und Netzwerke. Auf dieser Grundlage entwickeln wir Strategien, die wir mit unserem erfahrenen Team umsetzen.

Dabei reichen unsere Leistungen von der Konzeption der klassischen Unternehmenskommunikation über Positionierungsstrategien in sich verändernden digitalisierten Märkten bis hin zur operativen Stakeholder-Ansprache in Krisensituationen.

 

Conplore: Können Sie den Tätigkeitsbereich Krisenkommunikation anhand eines kurzen Beispiels illustrieren?

Frank Schmeichel:

Ein sehr gutes Beispiel ist das aktuelle Lieferketten-Chaos, von dem viele Branchen betroffen sind. Hier setzen wir bei der unmittelbaren Kommunikation mit dem Kunden an. Eine zentrale Aufgabe besteht dabei darin, ihn kontinuierlich zu informieren und transparent auf dem Laufenden zu halten. Digitale Formate kommen dabei ebenso zum Einsatz wie klassische Vertriebsinstrumente.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Ursachen von Problemen klar kommuniziert werden. Wenn etwa der Kunde versteht, dass fehlende Chips dafür verantwortlich sind, dass ein bereits bestelltes Fahrzeug noch nicht ausgeliefert werden kann, wird er eher Verständnis für Verzögerungen aufbringen. Wird er hingegen im Unklaren gelassen, kann dies die Markenbindung belasten. Wir haben deshalb eine neue Dialogkultur geschaffen, die Verständnis aufbaut und das Solidaritätsempfinden stärkt.

„Die Entwicklung von Solidarität zwischen Kunde und Unternehmen ist ein sehr wichtiger emotionaler Prozess, der große Potenziale zur Erhöhung des Markenwerts eröffnet.“

Dieses Prinzip der reziproken Negativkommunikation, wie wir es genannt haben, gilt in fast allen Branchen.

 

Conplore: Ihre Kernkompetenz im Bereich Political Engineering nimmt seit rund 10 Jahren eine besondere Rolle bei Ihrer Arbeit ein. Welche großen Herausforderungen gibt es hier aktuell, konkret im Bereich Immobilien?

Frank Schmeichel:

In den vergangenen 10 Jahren hat sich die Gesellschaft in zunehmendem Maße politisiert. Dementsprechend ist ein zielführender Dialog zwischen Wirtschaft und Politik zu einem essenziellen Erfolgsfaktor geworden.

Das gilt vor allem in Bereichen mit anspruchsvollen politischen Rahmenbedingungen wie Immobilien, Stadtentwicklung und Mobilität.

„Wenn es um Ökologie und Nachhaltigkeit geht, wird es immer wichtiger, dass Unternehmen tragfähige Lösungen entwickeln und nicht nur Greenwashing betreiben.“

In diesem Zusammenhang besteht unsere Aufgabe in der Entwicklung von Strategien, mit denen generationenübergreifende Aufgaben gelöst werden können. Hier sind vor allem Stichworte wie Kreislaufwirtschaft, nachwachsende Rohstoffe, Green Energy und ESG zu nennen.

 

Conplore: Können Sie das etwas näher ausführen?

Frank Schmeichel:

Wir schauen uns zum Beispiel die Koalitionsverträge von Bundesregierung und Landesregierungen in den Bereichen Stadtentwicklung, Energie und Mobilität an.

Diese politischen Programme stellen wir dann den Nachhaltigkeitskonzepten unserer Immobilienkunden gegenüber. Auf dieser Grundlage prüfen wir anschließend, ob aktuelle Projektentwicklungen und Bauprojekte die Anforderungen erfüllen.

„Unsere Aufgabe ist dabei der Schulterschluss zwischen den Zielen der deutlich grün geprägten Regierung mit den ökologischen Ansätzen der Immobilienkunden.“

Dadurch können Konflikte mit Genehmigungsbehörden ebenso wie Planungszeiten deutlich reduziert werden.

 

Conplore: Für Ihr Engagement wurden Sie im vergangenen Jahr zum Senator h. c. bestellt. Wie kam es zu der Ehrung?

Frank Schmeichel:

Für mich war die Berufung zum Senator eine überraschende Ehre, über die ich mich sehr gefreut habe. Erwiesen wurde sie mir für meine engagierte Mitarbeit der letzten Jahre im Bundeswirtschaftssenat. In seiner Laudatio hob Generalsekretär Christoph Ahlhaus vor allem mein Engagement für die Unterstützung mittelständischer Unternehmen bei der Vernetzung in wirtschaftlichen und politischen Institutionen heraus.

„Es war mir immer ein Anliegen, die gesellschaftspolitische Wahrnehmung des deutschen Mittelstands als Rückgrat der Wirtschaft zu fördern und damit einer wichtigen Stimme gegenüber der Bundesregierung Gehör zu verschaffen.“

Conplore: Können Sie ein paar Worte zu Ihrer Arbeit im Senat sagen?

Frank Schmeichel:

Ein wichtiger Teil unserer Arbeit besteht darin, leistungsstarke und innovative Unternehmen über verschiedene Dialogformen mit Bundes- und Landespolitikern zusammenzubringen und ihre Bedeutung für den deutschen Mittelstand hervorzuheben. Natürlich spielen auch internationale Wirtschaftsbeziehungen eine Rolle, die für den Mittelstand von großer Bedeutung sind.

 

Conplore: Was sind die wichtigsten Impulse, die Sie mit Ihrer Arbeit im Senat weitergeben wollen?

Frank Schmeichel:

Wir pflegen enge Kontakte zur mittelständischen Wirtschaft. Dort kommt es darauf an, Veränderungen genau zu beobachten und Bedarfe für politische Nachjustierungen zu eruieren. So soll langfristig sichergestellt werden, dass dieser für die deutsche Wirtschaft so zentrale Bereich auch weiterhin stark bleibt.

„Zu den drängendsten Themen gehören hier ganz klar Digitalisierung, Transformation und Unternehmensnachfolge.“

Conplore: Was sind aktuell die größten Herausforderungen des Bundeswirtschaftssenats?

Frank Schmeichel:

Auf absehbare Zeit gehört sicher die Corona-Pandemie zu den größten Herausforderungen. Hinzu kommen weitreichende Transformationen in vielen Wirtschaftsbereichen, geopolitische Veränderungen und die Energiewende.

„Nur in den seltensten Fällen steht ein Thema im Vordergrund.“

Vielmehr handelt es sich oft um komplexe Geflechte unterschiedlicher Themenbereiche, die eine ganzheitliche Betrachtungsweise und vernetzte Lösungskonzepte erfordern.

 

Conplore: Lassen Sie uns zum Abschluss noch einen Blick in die Zukunft werfen. Welche Ziele haben Sie in den kommenden Jahren mit Ihrem Unternehmen?

Frank Schmeichel:

Ein zentraler Teil unserer Arbeit wird natürlich auch in Zukunft darin bestehen, Schritt zu halten und die Zukunft im Blick zu behalten. In diesem Zusammenhang wird der Ausbau unseres persönlichen Netzwerks weiter eine zentrale Rolle spielen.

„Eine wichtige Herausforderung der Zukunft wird auch in der Abstimmung mit einer neuen Generation von Politikerinnen und Politikern bestehen.“

Hier wird es auf eine sachgerechte und faire Vermittlung zwischen den Bereichen Wirtschaft und Politik ankommen – und zwar über alle Ebenen hinweg. Diesen Dialog zu moderieren, wird in Hinblick auf eine faire, soziale und klimaneutrale Wirtschaft, die dennoch ihre Leistungs- und Innovationsfähigkeit bewahrt, in den nächsten Jahren eine zentrale Herausforderung sein.

 

Conplore: Dann bleibt uns nichts übrig, als Ihnen dabei weiterhin viel Erfolg zu wünschen und Ihnen für das interessante Gespräch zu danken.

Frank Schmeichel:

Vielen Dank! Jederzeit gern!

Titelbild: kevinamrulloh | pixabay.com

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