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MANAGEMENT CONSULTING 4.0 & AUTOMOBILINDUSTRIE “Wie funktioniert Managementberatung 4.0 in einem Automobilkonzern bzw. der Zulieferindustrie?” Ein Experteninterview mit e&Co. AG Principal Geza Brugger

 In Asien, Automobilindustrie, Change Management, Deutschland, Digitalisierung, Europa, Industrie & Produktion, Management & Strategie, Motor & Technik, Technologie & Digitalwirtschaft, Transformation

Beitrag von: Geza Brugger

Unternehmen: e&Co AG

Conplore Magazine:
Hallo Herr Brugger, welche Trends sehen Sie aktuell in der Managementberatung?

Geza Brugger:

Die Management-Beratung muss zunehmend um eine vielschichtige und umsetzungsorientierte Digitalisierungsexpertise ergänzt werden. Das ist nicht überraschend: Der Veränderungsdruck in der “Digital Value Economy” – so bezeichnen wir die digitalisierte Businesswelt – ist enorm und voller Unwägbarkeiten. Unternehmen müssen sich mit hoher Geschwindigkeit neu erfinden, Geschäftsmodelle müssen teilweise real-time angepasst werden – angetrieben durch die Erwartungshaltungen der Always-on-Kunden. Dies hat primär weitreichende Auswirkungen auf die Form und Inhalte der angebotenen Produkte und Services – vor allem aber auf die internen Unternehmensbereiche, die Unternehmenskultur und auf neue Zusammenarbeitsmodelle.

Management-Berater haben in dieser komplexen Gemengelage nur eine wertstiftende Funktion, wenn sie unternehmerisch denken und handeln können. Hierbei ist die Rolle als impulsgebender Kompass mit Weitsicht zwar wertvoll, viel wichtiger ist aber das tatsächliche Machen. Weg vom Elfenbeinturm der Strategien, hin zur tiefen inhaltlichen Umsetzungsbegleitung von Konzepten und Ideen – kombiniert mit der Fähigkeit, schnell in Projekten beschleunigen zu können. Kurzum: Implementierungsdrive ist mehr denn je das Maß der Dinge. Bei e&Co. leben wir die Maxime “from paper to reality”, die genau diese Synthese ausdrückt.

Conplore Magazine:
Als Managementberater unterstützen Sie mit e&Co. insb. die Arbeit der Automobilindustrie.
Wie funktioniert Managementberatung 4.0 in einem Automobilkonzern bzw. der Zulieferindustrie?

Geza Brugger:

Gerade die Automobilindustrie befindet sich inmitten eines epochalen Wandels im Kontext von Vernetzung, autonomen Fahren, Elektrifizierung und neuen Geschäftsmodelltrends, wie zum Beispiel Mobility-as-a-Service. Die Transformation muss jetzt mit durchgedrücktem Gaspedal erfolgen, da die Industrie lange die Wucht der Digitalisierung unterschätzt hat. Wir nehmen eine aktive und gestaltende Rolle bei einer Reihe von sehr spannenden Zukunftsprojekten ein. Die Herausforderung dabei: weniger “out of the box” Methode, mehr individualisiertes Vorgehen und maßgeschneiderte Ansätze. Das macht den klassischen, großen Häusern ordentlich zu schaffen.

Aber zu Ihrer Frage: Geprägt durch die Digitalisierungsthemen, wachsen insbesondere in der Automobilindustrie – bei den OEM sowie den Zulieferern – Entwicklungsabteilungen, Fachbereiche und IT viel enger zusammen. Gerade in solchen Konstellationen sind Berater gefragt, die sich früh genug fachlich mehrdimensional aufgestellt haben. Es geht darum, die verschiedenen Herausforderungen sinnvoll zu strukturieren, sowie gekonnt zwischen den Welten zu vermitteln. Hierfür sind ein gutes Netzwerk und ein bereichsübergreifender Ansatz ausschlaggebend.

Conplore Magazine:
Ein Positivbeispiel?

Geza Brugger:

Stellen Sie sich einen Automobilhersteller vor, der in Zukunft über das Internet oder sogar aus dem Fahrzeug heraus Teile und Services verkaufen möchte. Neben den klassischen Beteiligten Vertrieb und IT spielt hier nun auch die bisher eher autonom agierende technische Entwicklung eine wichtige und ergänzende Rolle. Erst kürzlich haben wir in diesem Zusammenhang ein Projekt erfolgreich begleitet, bei dem es uns zusammen mit unserem Klienten – einem namhaften DAX-Schwergewicht – gelungen ist, alle relevanten Bereiche abzudecken und zu einem gemeinsamen Commitment zu führen. Wir konnten dabei durch unser breit gefächertes Know-how und den Zugang zu passenden Experten nachhaltig Wert schaffen.

Conplore Magazine:
Wie sieht Management Consulting in Asien aus?
Welche Besonderheiten beobachten Sie dabei?

Geza Brugger:

Wir haben uns aus verschiedenen Gründen bereits zu Beginn für einen Standort in Asien entschieden. Im Vordergrund steht die persönliche Nähe: In Korea und Japan gilt es als unersetzlich, bei Geschäftsbeziehungen vor Ort zu sein, das Netzwerk und die Strukturen zu verstehen und eine Identifikation mit Land und Leuten zu repräsentieren.
Es hat uns zudem auch die Diversität im Kern des Beratungsproduktes gereizt. Asiatische Klienten streben nach langfristiger Beziehung, gemeinsamer Weiterentwicklung und vertrauensvoller Beratung. Consulting findet weniger tagtäglich beim Industrie-Kunden, sondern sehr selektiv und Expertise-behaftet im Umfeld regierungsnaher Institutionen, aber auch spannender Blue Chips statt. Nicht zuletzt übt unser ostasiatischer Standort eine enorme Strahlkraft auf junge Talente aus, die sich international weiterentwickeln möchten und den Austausch mit anderen Kulturen schätzen. Hier bieten wir einen echten Mehrwert und eine Reihe spannender Projekteinsätze.

 

“Jeder bei e&Co. trägt die Unternehmer-DNA in sich. Das ist auch der Grund, warum wir nicht in das klassische Bild der Unternehmensberater passen.”

 

Conplore Magazine:
Wie funktioniert e&Co. genau?
Welchen Mehrwert kann e&Co. im Vergleich zu großen Beratungshäusern bieten?

Geza Brugger:

Jeder bei e&Co. trägt die Unternehmer-DNA in sich. Das ist auch der Grund, warum wir nicht in das klassische Bild der Unternehmensberater passen. Wenn, dann bezeichnen wir uns eher als Unternehmer-Berater.
In unserem Geschäftsmodell haben wir drei wertschöpfende Komponenten vereint: Beraten, besetzen und beteiligen.
Wir nennen es: “Wertschöpfung hoch drei”.
Lassen Sie mich das kurz erläutern.

Die unternehmerisch-gestaltende Management-Beratung ist unser Herzstück. Hierbei unterstützen wir vor allem Klienten aus der Automobil- und Mobilitätsindustrie bei komplexen Veränderungssituationen. Wir verstehen uns als langfristiger Evolutionspartner unserer Klienten. Ehrliche Meinung und ein klarer Standpunkt sind das Fundament unserer Arbeit. Durch die gemeinsame, kritische Reflexion und Diskussion mit unseren Auftraggebern erzeugen wir Umsetzungsschub und bestmögliche Resultate.

Kommen wir nun zum Besetzen:
Wir verfügen über ein exzellentes Netzwerk aus Experten und Veränderungsspezialisten in den verschiedensten Industrien und Branchen, die wir für besondere Projektsituationen in die Beraterteams bei unseren Klienten integrieren. Aus diesem Kontext haben wir auch Anfang 2017 unsere Tochtergesellschaft skill-fisher GmbH gegründet, mit der wir Network-as-a-Service anbieten und handverlesene Digitaltalente an der Schnittstelle zwischen Business und IT sowie entlang der kompletten digitalen Wertschöpfungskette vermitteln. Darüber hinaus identifizieren wir – unter anderem im Rahmen unseres Mentoring-Engagements bei führenden Accelerator-Programmen – erfolgsversprechende Geschäftsmodelle und innovative Start-up Teams im Mobilitätsumfeld, die wir mit unseren Klienten für beide Seiten gewinnbringend zusammenbringen.

Und damit wären wir schließlich beim Beteiligen:
Bei einigen dieser Start-ups engagieren wir uns mit Talent, Kapital und Co-Unternehmertum, sofern sie zu uns passen. Die ganzheitliche Kombination dieser unternehmerischen Facetten schafft Wert für unsere Klienten und macht e&Co. einzigartig.

Unser unternehmerisches Selbstverständnis leben wir aber nicht nur bei unseren Klienten, wir fordern und fördern es selbstverständlich auch intern. Bei uns werden die Mitarbeiter extrem stark in die eigene Unternehmensgestaltung mit einbezogen. Das bedeutet, ein hohes Maß an Entwicklungsbreite aus der Mannschaft heraus zu suchen, statt es von oben her vorzugeben. Damit haben wir bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Unterstützt wird dies durch unsere involvierende und offene Firmenkultur mit sehr flachen Hierarchien und großen Freiräumen. Eine zusätzliche, unternehmerische Motivation: Hoch-performante Mitarbeiter machen wir zu Mitinhabern unserer privaten AG – so können beispielsweise Junior-Berater auch schon Firmenanteile halten und direkt am Erfolg unseres Beratungshauses partizipieren.

 

Conplore Magazine:
Wie konnte e&Co. nach der Gründung so schnell wachsen und erfolgreich sein? Wohin geht die Reise?

Geza Brugger:

Zugegeben, einige glückliche Fügungen spielen in unsere Erfolgsgeschichte sicherlich mit rein. Es ist aber de facto das Ergebnis von extrem harter Arbeit, einer sehr fokussierten Vorgehensweise, purer Leidenschaft, unternehmerischem Hunger, einem guten Netzwerk – und dem starken Commitment unseres fantastischen Teams, das exzellent zusammenspielt. Diese Kombination hat es ermöglicht, bei unseren Klienten – darunter vorwiegend Blue-Chips der Industrie – konstant auf höchstem Niveau abliefern zu können und unsere Betätigungsfelder kontinuierlich auszubauen. Wir konnten tiefe und vertrauensvolle Beziehungen zu unseren Klienten aufbauen, die weit über ein reines Dienstleisterverhältnis hinausgehen – eher in Richtung einer intensiven Partnerschaft für die gemeinsame Sache. Unsere Auftraggeber schätzen unsere kritische Meinung, unser Expertenwissen, unsere Traktion und unsere reflektierte Herangehensweise. Zudem haben wir uns durch unsere teils provokanten Zukunftsthesen, Publikationen und Vorträge eine Reputation als Vordenker und Innovatoren erarbeitet.

Und das Schöne ist: unsere Reise hat gerade erst begonnen! In den kommenden Jahren werden wir die Aktivitäten unserer Management-Beratung in der Mobilitätswelt sowie weiteren Industrien ausbauen und noch eine internationale Dependance neben unserem Office in Seoul (Südkorea) aufbauen. e&Co. wird sich zu einer der wichtigsten Adressen für Sparring, Begleitung und Umsetzung von komplexen Veränderungsprojekten entwickeln – mit diversen Themenfeldern rund um den digitalen Nutzer und der dafür notwendigen Neuausrichtung von Unternehmen. Speziell bei der Innovationsimplementierung werden wir für unsere Klienten der leistungsstarke Verwirklichungsmotor sein.
Im Bereich des Venture-Business werden wir mindestens zehn strategische Beteiligungen im Fundus haben – sowie bis dahin auch weitere eigene Business-Ideen aus dem Team umsetzen.

Conplore Magazine:
Herr Brugger, vielen Dank für die spannenden Ausführungen und Einblicke!

Wir wünschen Ihnen und Ihren Klienten nachhaltigen Erfolg.

 


 

Über Geza Brugger:

Geza Brugger, Principal bei der e&Co. AG

  • Mehr als sieben Jahre Consulting- und Linienerfahrung in der fertigenden Industrie, bei Großkonzernen und Hidden Champions aus dem Mittelstand.
  • Automotive Marktexperte mit Veröffentlichungen in den Bereichen Reorganisation, Restrukturierung & Wettbewerb Asien.
  • Schwerpunkte: Begleitung unternehmerischer Herausforderungen in den Feldern Geschäftsmodellierung, Wachstumsprogramm und Reengineering; operative Effizienz- und Turnaround-Programme, Wettbewerbsanalysen / Benchmarking, Business Bridging Asien.
  • Internationale Projekterfahrung mit Schwerpunkten in der Automobil-, Maschinen-/Anlagen- und Medizintechnikindustrie.

 

Über e&Co:

e&Co. ist eine unternehmerische Management-Beratung für komplexe Veränderungssituationen. Unter der Maxime “enabling value” versteht sich die Beratungsboutique als Spezialist für maßgeschneiderte Lösungen rund um strategische, organisatorische und operative Herausforderungen – insbesondere in der Automobil- und Mobilitätsindustrie. Der Schlüssel dazu: ein Team umsetzungsstarker Unternehmer-Persönlichkeiten mit Charisma, Leidenschaft und Mut. e&Co. hat mehrere Standorte in Europa sowie eine Dependance in Südkorea.

(Quelle: Geza Brugger | e&Co. AG)

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