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„Unternehmensnachfolge, Meilensteine, Frauenpower“ – Jubiläumsinterview mit den IFM-Geschäftsführerinnen Annina Quitter & Angela Jahnkow

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CM: Liebe Frau Quitter, liebe Frau Jahnkow – herzlichen Glückwunsch zum 25. Geburtstag des Instituts für Managementberatung (IFM)! Wie kam es einst zur Gründung?

Annina Quitter:
Vielen Dank! Mein Vater ist ja der Begründer des Unternehmens. Er war damals in leitender Position in einem anderen Bildungsunternehmen tätig. Da er mit der Strategie nicht zufrieden war und seine Ideen in diesem Unternehmen nicht umsetzen konnte, entschloss er sich 1993 zur Gründung eines eigenen Unternehmens in Potsdam. Dies konnte er nach eigenen Vorstellungen und wirtschaftlich solide aufbauen. In seiner Unternehmensführung verfolgte er seitdem die Strategie, nur mit dem Kapital zu wirtschaften, was auch vorhanden war und nicht mit virtuellen Geldern zu spekulieren. Gemäß dem Motto: Ich gebe nur aus, was ich wirklich habe. Das Unternehmen hat er auch ohne Fremdkapital gegründet.

CM: Die wichtigsten Meilensteine in Ihrer Unternehmensentwicklung?

Annina Quitter:
2001 kam ich dann in das bis dahin von meinem Vater geführte Unternehmen dazu. 2007 kam dann Angela Jahnkow dazu, die mit mir und meinem Vater in der Geschäftsführung tätig wurde.

Die Übernahme der Geschäftsführung durch mich und Angela Jahnkow verlief dann fließend, als Prozess. D.h. einige Zeit waren wir als Trio in der Geschäftsführung. Mein Vater spielte natürlich auch mit der Idee, sich langsam zurückzuziehen. Dies erfolgte sukzessive.

Angela Jahnkow:
2008 erweiterten wir uns auch räumlich, indem wir nach Berlin gingen und dort unser erstes von zwei Berliner Seminarzentren im Prenzlauer Berg eröffneten. In den Berliner Markt einzusteigen war ein großer Schritt für uns.

2012 expandierten wir weiter mit der Eröffnung unseres Seminarzentrums im Hamburg, auf welches in den nächsten Jahren vier weitere im deutschen Bundesgebiet folgten. 2016 ging es dann mit der Eröffnung des Seminarzentrums in Basel in der Schweiz weiter.

„Wir werden von Unternehmen bundesweit als Schulungsanbieter wahrgenommen und angenommen.“

Seit 2008 können wir ein stetiges Wachstum verzeichnen. So konnten wir im Jahr 2017 auf eine Umsatzsteigerung von insgesamt 45 % zurückblicken. Wir werden von Unternehmen bundesweit als Schulungsanbieter wahrgenommen und angenommen.

CM: 2 richtungsweisende Learnings / Erkenntnisse?

Angela Jahnkow:

  1. Wenn das Vertrauen zwischen Führungsebene und Mitarbeitern als Basis beidseitig nicht funktioniert, muss ein Cut gemacht werden.
  2. Führen heißt Delegieren!

CM: Das IFM ist ein Familienunternehmen. Wie wurde die Unternehmensnachfolge bewältigt?

Annina Quitter:
Ich habe als Tochter lange mit meinem Vater parallel zusammengearbeitet. 2004 wurden die Hartz-Gesetze eingeführt, die weitreichende Veränderungen für die Schulungsbranche mit sich brachten. Hier wollte mein Vater mich nicht allein lassen, auch wenn er schon mit der Idee spielte, sich zurückzuziehen.
Mit der Ankunft von Angela Jahnkow sah er, daß wir das Unternehmen in seinem Sinne weiter führen und auch weiterentwickelt haben, was ihm das „Loslassen“ von den täglichen Geschäftsprozessen dann einfacher gemacht hat.

Angela Jahnkow:
Den Übergang vom 3er zum 2er Team haben wir strukturiert angepackt, indem wir zunächst analysiert haben, wo das Unternehmen derzeit steht und was verändert werden muss. Dazu haben wir u.a. auch ein Coaching wahrgenommen, um unsere Stärken gezielt herauszufinden, unser Ziel und unsere Vorstellungen zu konkretisieren. Im Anschluss an dieses Coaching haben wir uns dann mit Herrn Quitter verständigt und die Aufgaben daraufhin gezielt verteilt.

Annina Quitter ist unsere „Finanzministerin“. Sie verantwortet alle kaufmännischen Dinge, steuerrechtliche Angelegenheiten, Versicherungsfragen und das Vertragswesen.
Ich bin im operativen Bereich tätig.
Aufgaben wie das Personalwesen und die strategische Entwicklung verantworten wir zusammen.

CM: Wo steht Ihr Unternehmen heute?

Annina Quitter:
Das Unternehmen steht auf festen Füßen. Wir haben eine tolle und wachsende Mannschaft mit vielen Ideen, die das ursprüngliche Leitbild umsetzt und fortsetzt.

Angela Jahnkow:
Wir sind zu einem bundesweit anerkannten Unternehmen in der Bildungsbranche gewachsen, das gesehen wird und ankommt.

IFM-Führungsteam

IFM-Führungsteam Angela Jahnkow (l.) & Annina Quitter (r.)
IFM-Führungsteam Angela Jahnkow & Annina Quitter

CM: Also lautet die erfreuliche Erkenntnis: Ihr Unternehmen ist kräftig gewachsen. Was waren die Grundlagen für diesen Erfolg?

Annina Quitter:
Eine gute Strategie und unsere Mitarbeiter, die Verantwortung übernommen haben.

Angela Jahnkow:
Vertrauen, als wichtigste Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
Ebenso zählt dazu unser Führungsstil, den wir als kooperativ beratend definieren.

CM: Was macht Ihre Frauenpower aus? Wie sehen Sie sich?

Annina Quitter & Angela Jahnkow:
Als inspirativ, kreativ, emotional, empathisch, fürsorglich, kommunikativ. Dazu als dynamisch und strategisch.

CM: Auch rund 2/3 Ihres Teams sind Frauen – Zufall oder gezielte Personalstrategie?

Angela Jahnkow:
Das ist Zufall. Die Auswahl erfolgte schlicht nach Kompetenz.

CM: Welche Trends beobachten Sie im Consulting-, Seminar- und Weiterbildungsmarkt? Wie sind diese Trends zu bewerten?

Angela Jahnkow:
Das Thema Agilität ist ein echter Trendsetter. Unternehmen suchen nach neuen Formen und Wegen, sich in Bezug auf die rasanten technologischen Veränderungen und Herausforderungen entsprechend aufzustellen. Agile Ansätze spielen in den meisten Geschäfts- und Prozessbereichen eine immer wichtigere Rolle. So muss jedes Unternehmen zu einem bestimmten Zeitpunkt sich und seine Prozesse verändern und anpassen. Agilität kommt dem sehr nahe. Der Rahmen bleibt bestehen, aber die Aufgaben können sich ändern. Agile Ansätze bieten eine tolle Möglichkeit, um mit der zunehmenden Schnelllebigkeit umgehen zu können.

„Bestimmte Energien und Synergien können digitale Lernformate nicht transportieren. Die Menschen kommen hier oftmals zu kurz.“

Annina Quitter:
Das Thema Digitalisierung ist eine weitere große Herausforderung, der sich alle Unternehmen durchweg stellen müssen. Auch vor unserer Branche macht die Digitalisierung nicht Halt.
In der Bildungsbranche setzen sich digitale Formate zunehmend durch und werden auch verstärkt nachgefragt. Dennoch sollte die face-to-face Wissensvermittlung nach wie vor Schwerpunkt bleiben. Digitale Formate sollten dazu ergänzend und sinnvoll eingesetzt werden. Bestimmte Energien und Synergien können digitale Lernformate nicht transportieren. Die Menschen kommen hier oftmals zu kurz.

CM: 25 Jahre IFM – Wer verdient Ihren besonderen Dank?

Annina Quitter & Angela Jahnkow:
Definitiv unsere Mitarbeiter.

CM: Geben Sie uns zum Abschluss einen kleinen strategischen Ausblick? Wohin geht die Reise des IFM?

Annina Quitter:
Wir planen die Eröffnung weiterer Seminarzentren in Deutschland und perspektivisch auch im deutschsprachigen europäischen Raum.

Angela Jahnkow:
Wir wollen in Zukunft auch verstärkt digitale Lernformate in unser Portfolio einbeziehen und planen die Erschließung neuer Geschäftsfelder. Unser Hauptfokus liegt weiterhin auf dem Menschen und seinem Lern- und Entwicklungsbedarf. „Wissen bewegt“ ist unsere Reise.

CM: Meine Damen, herzlichen Dank für die spannenden Einblicke und Ausführungen! Wir wünschen Ihnen und dem IFM-Team weiterhin viel Erfolg!

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