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Was ist Jobsharing? Wie können Unternehmensberatungen von Jobsharing profitieren? – Im Gespräch mit Tandemploy

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Beitrag von: Jana Tepe & Anna Kaiser

Unternehmen: Tandemploy

Conplore: Glauben Sie, Unternehmensberatung wird es auch noch in 20 Jahren geben? Welche Faktoren spielen dabei eine Rolle?

Jana Tepe:

Wir glauben, dass Beratung – wie sie heute stattfindet – tatsächlich nur noch bedingt zukunftsfähig ist. Ein Grund dafür liegt schon im Wort selber: be-raten. In einer Welt, die sich immer schneller dreht, wird das beraten immer schwieriger, weil Wissen immer schneller veraltet – auch das der Berater. Was weiterhin sehr gefragt sein wird, sind die Methoden, die Tools, um mit dem Wandel umzugehen. Das geht aber eher in Richtung “Hilfe zur Selbsthilfe”. Wir selber z.B. können Unternehmen nicht “Jobsharing” verkaufen. Wir können ihnen aber konkrete Tools an die Hand geben, um Jobsharing bei sich umzusetzen und ihre eigenen Erfahrungen damit zu machen. Jobsharing setzt dann Impulse und wirkt innerhalb der Organisation. Die andere Art der Zusammenarbeit, sehr eng, sehr kollaborativ, bewirkt dabei oft mehr als ein von oben angeordneter Change Prozess.

Conplore: Was ist Jobsharing? Wie können Unternehmensberatungen von Jobsharing profitieren?
Welche Rahmenfaktoren sind erfolgsentscheidend?

Anna Kaiser:

Im Jobsharing teilen sich zwei oder mehr Personen eng voneinander abhängige Aufgabenbereiche. Das kann eine Vollzeitstelle, aber auch ein komplexer Bereich sein. Entscheidend ist die Art und Weise der Zusammenarbeit: mit einem Ziel, einer gemeinsamen Verantwortung und der selbstständigen Organisation dessen, wer wann was tut. Für den Chef, so die Idee, ist ein Jobsharing-Tandem wie eine Einheit, überspitzt sogar wie eine Person. Dennoch bekommt man als Unternehmen natürlich so viel mehr: 2 Köpfe, 2 Potentiale und Ideen, 2 Erfahrungsschätze und Perspektiven und ja – 2 Ansprechpartner für den Kunden! Was vielleicht zuerst wie eine Hürde klingt, ist in der Praxis oft ein riesen Vorteil und tatsächlich eher eine Frage des Willens und der Kommunikation: Richtig argumentiert, können 2 Ansprechpartner, 2 Menschen, die sich kümmern, aus Kundensicht ein großer Vorteil sein – geht diese Art der Besetzung von Projekten doch auch damit einher, dass quasi nie mehr Fehltage und dadurch Ausfallzeiten oder Verzögerungen entstehen. Jobsharer können ja immer füreinander einspringen und problemlos übernehmen. Sie teilen wertvolles Wissen und sind damit ganz klar eine Risikominimierung für die Beratung und für den Kunden. Und natürlich kann es gerade in der Beratung ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein, wirklich flexible Arbeit zu ermöglichen und sich hier ganz klar vom gängigen Klischee einer Beraterkarriere abzuheben. Diejenigen Talente, die ihren Job aussuchen können (also die, die man will) sehen Flexibilität als ein immer wichtiger werdendes Kriterium bei der Arbeitgeberwahl an.

Conplore: Warum ist Jobsharing noch nicht längst gang und gäbe? Welche Herausforderungen gibt es zu überwinden?

Jana Tepe:

Die Hürden liegen hier, wie so oft, in den Köpfen – und in der immer noch fehlenden Information. Viele Unternehmen kennen Jobsharing immer noch nicht als Alternative zur klassischen Teil- oder Vollzeit. Dabei füllt das Modell ganz klar eine Lücke und macht gerade die Stellen flexibel, die eigentlich als nicht teilzeittauglich gelten, z.B. Beratung, Vertrieb oder Führung. Gerade auf diesen Positionen funktioniert Jobsharing wunderbar – und ermöglicht im Gegensatz zur Teilzeit auch eine Karriere. Jobsharer werden oftmals sogar gemeinsam befördert, das Modell ist insgesamt viel durchlässiger, weil es spannende, komplexe Positionen flexibilisiert.

Conplore: The Future of Consulting is…?

Anna Kaiser:

… flexible – ganz klar :-) . Nur wer flexibel bleibt, gewinnt. Das gilt für Menschen und Organisationen gleichermaßen.

Conplore: Frau Tepe, Frau Kaiser, vielen Dank für Ihre Zeit und die gewonnenen Einsichten.

Wir wünschen Ihren Klienten und Ihnen alles Gute und nachhaltigen Erfolg!

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