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Wenn sich Blockaden im Business wiederholen

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Wenn sich Blockaden im Business wiederholen

Angestellte, die betrügen, Geschäftspartner, die Gelder veruntreuen, Kooperationen, die nie zustande kommen und Lieferanten, die mangelhafte Ware verspätet liefern: Was existenziell beängstigend klingt, ist für so manche Geschäftsfrau nervenaufreibender Alltag. Und sie ist sich nicht bewusst, dass sie immer wieder toxische Geschäftsverbindungen wählt.

„Dahinter stecken früh gelernte Bindungsmuster“, sagt die Psychologin Annett Petra Breithaupt aus Brühl. „Ob eine Partnerschaft geschäftlich oder privat erfolgreich ist, hängt stark von unseren ersten Erfahrungen mit Menschen ab.“ Wer hier zunächst an die Eltern denkt, liegt nicht völlig daneben. Aber das ist noch lange nicht alles.

Unsere Art, wie wir mit Menschen in Kontakt gehen und bleiben, fällt uns nicht einfach so zu. In der psychologischen Praxis, gerade beim klassischen Ansatz der Psychoanalyse, geht die Bindungsforschung davon aus, dass die Gestaltung privater wie geschäftlicher Partnerschaften mit der ersten Bindung – der zu den Eltern – zu tun hat. Sie sind unsere ersten Bezugspersonen.

Leider können diese Menschen nicht immer kontinuierlich ein zuverlässiges, stabiles, sicheres Dasein leisten. Wenn Eltern zu sehr mit sich beschäftigt sind, z.B. aufgrund von Krankheit, Überforderung oder anderen Krisen, können sie nicht ausreichend für ein Kind da sein, manchmal sogar bis zur Vernachlässigung (emotional, mental oder sogar körperlich). Dadurch erlernen wir ein Bindungsverhalten, das uns später im Leben nicht nur dient. Natürlich wirkt sich das auch auf unsere Geschäftskontakte aus.

„Destruktive Muster, Unsicherheit, zu hohe Risikobereitschaft oder übervorsichtiges Handeln prägen dann unsere Entscheidungen.“

Aber das ist es nicht allein. Was bislang – auch und gerade in der Analyse geschäftlicher Schwierigkeiten – eher (zu) wenig Beachtung findet, ist, dass die Ursachen für solch sich wiederholende Muster auch auf die Zeit vor der Geburt zurückgehen können.

 

Vorgeburtliches Verlusttrauma ist ein Bindungstrauma

Inzwischen ist durch mehrere Studien belegt: Ca. 30 Prozent der Menschen, die als Einzelkinder geboren werden, sind im Mutterleib zunächst nicht allein. Die erste Bindung ist hier also nicht die zu den Eltern, sondern die zum gestorbenen Geschwister. Sie haben in den ersten Tagen oder Wochen der Schwangerschaft einen Zwilling, der sich wieder zurückbildet, weil er nicht lebensfähig ist. Dieses frühe Verlassen wird häufig als Betrug interpretiert, da der Embryo über seine Sinneswahrnehmungen schon alles, was er spürt und fühlt, aufnimmt, daraus Entscheidungen für sein späteres Leben trifft und es im Zell-Gedächtnis speichert.

Wir wissen aus der Zwillings-Forschung, wie eng die Bindung zwischen Geschwistern ist. Stirbt einer der beiden, ist das für den Überlebenden die Katastrophe. Über die Sinneswahrnehmungen wird der gesamte Sterbeprozess erlebt und als Trauma im Zellgedächtnis abgespeichert.

„Dieses vorgeburtliche Verlusttrauma ist ein Bindungstrauma, das aufs Business gravierende Auswirkungen haben und echten Erfolg blockieren kann.“

Und das, obwohl alle anderen Grundlagen, z.B. ein Erfolg versprechender Businessplan, eine gute Ausbildung, usw. stimmen.

 

Typische Ausprägungen des „verlorenen Zwillings“ in Job und Beruf

Meist sind es aber die üblichen Besonderheiten, wie Arbeiten für 2 oder 3 (mit der daraus resultierenden Überforderung), Reizüberflutung, Abgrenzungsprobleme und damit verbundene Erschöpfungszustände und Energielosigkeit, Entscheidungsschwierigkeiten, Verlustangst (auch in Bezug auf Geld und Erfolg), Ausgegrenztsein, Mobbing, Helfersyndrom oder spezifische Körpersymptome, wie Hashimoto, Neurodermitis, Übergewicht, Stress mit Hormonschwankungen.

Die Frage: „Warum muss ich wieder alles alleine machen?“ und das Gefühl von „irgendetwas ist falsch oder unwahr“ sind ständige Begleiter.

Die Auswirkungen dieses frühen Traumas wirken in alle Lebensbereiche hinein, am stärksten jedoch in den Beziehungs-Bereich, das Gefühl einer sicheren stabilen Identität (ich weiß, wer ich bin und was ich will) und der eigene Wert sind oft nicht ganz klar.

Das hat Auswirkungen auf das Tun und damit auf den beruflichen und finanziellen Erfolg. Unbewusst halten wir dem toten Zwilling die Treue. So suchen Betroffene gerne hilfsbedürftige oder kränkliche Mitarbeiter, depressive oder narzisstische Kooperationspartner, die zu viel verlangen, uns total vereinnahmen wollen oder nicht ihren Anteil an der Vertragserfüllung leisten. Zahlungsunfähige Kunden, die gerne viel für wenig Geld möchten, krönen dann das Ganze.

Auch das diffuse Schuldempfinden aus dem Verlust: „Ich lebe und Du nicht“ schränkt die volle Potentialentfaltung und damit den Erfolg sehr ein. So ging es auch Michaela mit ihrem Geschäftspartner.

 

Fallbeispiel 1: Wie ihr Geschäftspartner Ulrich Michaela in den Ruin treibt

Als sie professionelle Hilfe suchte, war sie kurz vor einem Burnout. Die Ärzte empfahlen ihr dringend Urlaub zu machen oder zumindest eine längere Pause täglich. Leider war beides für sie nicht möglich, denn sie hatte einen großen Schuldenberg abzuarbeiten, von dem sie immer noch nicht ganz verstand, wie sie überhaupt dazu gekommen war: Über 12 Jahre hinweg leitet gemeinsam mit einem Geschäftspartner ihre Firma. Michaela ist gut ausgebildet und umsichtig in ihrer Arbeit. Die Kunden sind zufrieden und empfehlen sie gerne weiter. Die Struktur der Firma ist wohl durchdacht, ihre Mitarbeiter handverlesen.

Alles fühlt sich gut an – bis zu jenem Nachmittag, als sie unterwegs zu einem Kunden, schnell noch tanken will und nicht bezahlen kann, weil ihre Kreditkarte gesperrt ist. Das ist aber nur der erste Schock. Der zweite folgt, als sie ihre Sekretärin anruft und ihr mitteilt, dass die Kriminalpolizei gerade die Firma durchsucht.

Was war geschehen? Ihr Geschäftspartner Ulrich hatte Gelder veruntreut und betrogen, nicht nur in der gemeinsamen Firma. Sie hatte über all die Jahre nichts gemerkt. Sie hatte ihren Geschäftspartner vertraut, schließlich kannten sie sich doch schon so lange, schon seit dem Studium.

Jetzt machte sie sich den größten Vorwurf, ihm alle wichtigen Ressorts – Buchhaltung, Steuern und Controlling – anvertraut zu haben. Ihr Geschäftspartner Ulrich wurde zu mehreren Jahre Haft verurteilt, Michaela arbeitete sich mit viel Fleiß und Disziplin aus diesem Schuldenloch heraus, die veruntreuten Gelder arbeitete sie systematisch ab. Leider erkannte sie erst im Nachhinein, dass auch der Geschäftsvertrag mit ihrem Partner ebenfalls nicht ganz so günstig für sie gewesen war. Eine bittere Lernerfahrung.

„Als sie vom Thema „Verlorener Zwilling“ erfuhr, lösten sich viele Fragezeichen in Erkenntnis auf: Ihre Sehnsucht nach jemanden, der genauso arbeitet wie sie, war offensichtlich die Sehnsucht nach dem verlorenen Zwilling.“

Ein Leben lang suchte sie einen Menschen, der genauso ist wie sie, der sie rundum verstand. Denn nur das fühlte sich gut an, wie die Symbiose aus den ersten Tagen im Mutterleib. Ein trügerisches Bauchgefühl, dem Michaela heute sehr kritisch gegenüber steht. Basis war das schrittweise Durchlaufen eines Erkenntnis-Prozesses, der ihr nicht nur tiefe Einblicke vermittelte, wie sich das Thema „Verlorener Zwilling“ in allen Lebensbereichen zeigt, sondern vor allem auch die Veränderung all ihrer Beziehungen und auch körperliche Erholung nach sich zog.

Heute weiß sie, dass viel Unbewusstes aus diesem embryonalen Trauma wie ein schlechter Automatismus ihr Leben gesteuert hat, vor allem in Beziehungen. Heute trifft Michaela Entscheidungen anders, sowohl geschäftlich als auch privat.

 

Fallbeispiel 2: Wie Daniela die Fremd- in die Selbstbestimmung wandelt

Nicht immer sind die betrügerischen Folgen so immens. Der Verlust des Zwillings hat viele Facetten. Daniela war seinerzeit in der beruflichen Neuorientierung und unentschieden, welche Richtung sie einschlagen sollte. Sie hatte bereits mehrere Beratungsangebote und Coachings in Anspruch genommen, einige Fortschritte waren gelungen, aber der gewünschte Durchbruch war noch unerreicht. In der professionellen Begleitung fokussierte sie sich gezielt darauf, welche Fähigkeiten und Kompetenzen ihre eigenen sind und welche mehr zum ungeborenen Bruder gehörten. Das entlastet sie sehr.

Zunehmend gewann sie mehr Sicherheit über das, was sie wirklich will. Schnell begann sie, diese Erkenntnisse auch in Taten umzusetzen, der Erfolg stellte sich schnell ein.

„Im Laufe des Prozesses trennte sie sich von ihrer depressiven Geschäftspartnerin und stellte eine sehr kompetente Assistentin ein.“

Ganz nebenbei heilte ihre Neurodermitis fast ganz ab, da sie sich besser abgrenzen konnte, auch 12 Kilo Gewicht schmolzen fast von selbst. Mehr Lebenslust, ein völlig anderes finanzielles Niveau und ein neuer unterstützender Mann an ihrer Seite sind weitere positive Veränderungen. An der Erfüllung ihres Kinderwunsches arbeitet sie derzeit noch.

 

Ursprüngliches uneingeschränktes Potential voll entfalten

Der erste Schritt in die positive Transformation ist die Akzeptanz des Traumas. „Es ist passiert und es ist mir passiert“ bringt schon viel innerlich in Bewegung. Wieder mehr Vertrauen in die eigene ursprüngliche Wahrnehmung und Zufriedenheit können sich dann schnell einstellen.

Wichtig ist, die Verbindung zu unserer ursprünglichen Anlage vor dem Trauma erneut herzustellen. Dort sind wir noch in unserer vollen Kraft und Power. Dieses ursprüngliche uneingeschränkte Potential dann voll zu leben, ohne subtile Schuldgefühle, braucht Zeit und gelingt deutlich reibungsloser durch professionelle Begleitung.

Wer wissen will, ob er ein alleingeborener Zwilling ist, schaut sich am besten mal die Glaubenssätze und Muster an, die typisch und erste Hinweise auf das Trauma sind.

Mehr zur Identifikation und eine kostenfreie Checkliste siehe auch „Zwei Fragen an Annett Petra Breithaupt“ im Expertenprofil.

Titelbild: Copyright  Annett Petra Breithaupt

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