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„Welche Ratschläge geben Sie Familienunternehmen im Bereich Führung?“ – 3 Fragen an: Prof. Dr. Bernd Grottel

 Themen: Bayreuth, Bayreuther Ökonomiekongress, Consulting & Coaching, Deutschland, Europa, Family Business, Führung, Management & Strategie, München, Unternehmenskultur, Unternehmensplanung

Unternehmen: KPMG AG

CM: Herr Prof. Grottel, welche Ratschläge geben Sie Familienunternehmen im Bereich Führung?

Prof. Dr. Bernd Grottel:
Je größer Familienunternehmen und die Unternehmerfamilie werden, umso bedeutsamer werden professionell ausgestaltete Führungsstrukturen für ihren erfolgreichen Fortbestand über Generationen hinweg. Sicherlich gibt es hier keine Patentrezepte, aber es hat sich gezeigt, dass Familienunternehmen mit situations-adäquat gestalteten Führungs-, Kontroll- und Familienstrukturen erfolgreicher sind. Gerade der emotionale Aspekt in diesem Bereich wird oftmals unterschätzt. Daher muss es Ziel einer optimalen “Family Business Governance” sein, nicht nur einen hohen ökonomischen, sondern auch emotionalen Wert zu generieren, mit dem sich alle in der Familie identifizieren können. Die Führungsstrukturen müssen mit Blick auf die individuellen Herausforderungen der Familie und des Unternehmens erarbeitet werden. Und die Ergebnisse sollten transparent in einer Familienverfassung festgehalten und auch regelmäßig hinterfragt werden. Denn letztlich ist und bleibt das Thema “Führung in Familienunternehmen” ein emotionaler Balanceakt.

CM: Welche Trends sehen Sie aktuell im Beratungsmarkt?

Prof. Dr. Bernd Grottel:
Der Beratungsmarkt unterliegt einem permanenten Wandel und besitzt eine ganz eigene Dynamik. Zurzeit ist das ganz besonders der Fall. Die Branche konsolidiert sich und die bestehenden Grenzen zwischen den verschiedenen Playern im Beratungsmarkt lösen sich immer mehr auf. Das hat eine unmittelbare Auswirkung auf das Beratungsangebot. Aktuell gibt es einen Trend in der Beratung hin zu großen und komplexen Transformationsprojekten. Des Weiteren sind die Berater gefordert, sich mit ihrem Beratungsangebot auf die zunehmende Digitalisierung auszurichten.

CM: Wohin geht die Reise bei KPMG?

Prof. Dr. Bernd Grottel:
Unser Erfolg beruht auf einer langfristig angelegten Wachstumsstrategie, die darauf ausgerichtet ist, uns schlagkräftiger, flexibler und innovativer zu machen. Unser Ziel ist es, weiter profitabel zu wachsen, und zwar in allen unseren Geschäftsbereichen: Audit, Tax und Advisory. Deshalb investieren wir systematisch in unsere Zukunft. So hat KPMG in Deutschland im Jahr 2013 wieder rund 1.560 neue Mitarbeiter eingestellt. Speziell im Beratungsbereich haben wir zudem gezielt strategische Investitionen in Wachstumsbereichen getätigt: In den letzten zwei Jahren hat KPMG Deutschland drei Beratungsgesellschaften akquiriert, die auf Supply Chain Management spezialisierte Unternehmensberatung BrainNet, die HR-Unternehmensberatung Dr. Geke & Associates und zuletzt die Vertriebsberatung TellSell Consulting.

CM: Herr Prof. Grottel, vielen Dank für Ihre Zeit und die gewonnenen Einsichten.

Wir wünschen Ihren Klienten und Ihnen alles Gute und nachhaltigen Erfolg!

 


 

Zur Person:

Prof. Dr. Bernd Grottel (45) ist Partner bei der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Mitglied des Vorstands der KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft AG. Seine vielfältigen Tätigkeitsschwerpunkte erstrecken sich u.a. auf Jahres- und Konzernabschlussprüfungen und die betriebswirtschaftliche Beratung von Familienunternehmen diverser Rechtsformen und Größen. Weiterhin beschäftigt er sich intensiv mit Fragestellungen zur Governance in Familienunternehmen. Seit 2012 ist er Honorarprofessor an der Technischen Universität München. Daneben ist Prof. Dr. Grottel seit 2011 Mitherausgeber des Beck`schen Bilanzkommentars sowie seit 2013 des Praxisratgebers “Führung von Familienunternehmen”.

Zum Unternehmen:

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist eine multi-disziplinäre Firma. Unser Geschäftsmodell ist ein ausbalanciertes Angebot an Dienstleistungen in den drei Bereichen Audit, Tax und Advisory. Für wesentliche Branchen, Industrie- und Wachstumsmärkte sowie für mittelständische Unternehmen haben wir eine Spezialisierung vorgenommen. KPMG ist in Deutschland mit rund 8.700 Mitarbeitern an 25 Standorten präsent und hat im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von 1,33 Milliarden Euro erwirtschaftet. Weblink

(Quelle: KPMG)

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