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Interview: Torsten Grede – “Aktuelle Trends im M&A-Geschäft – Was hat sich verändert im Vergleich zu früher?”

 Themen: Bayreuth, Bayreuther Ökonomiekongress, Deutschland, Europa, Finanzsektor & Versicherung, Frankfurt am Main

Beitrag von: Torsten Grede

CM: Herr Grede, kaufen und gekauft werden – inwieweit dienen M&A als Instrument der Zukunftssicherung?

Torsten Grede:
Für uns als Beteiligungsunternehmen gehört es zur Investitionsstrategie, unsere Portfoliounternehmen bei der Weiterentwicklung zu unterstützen – auch durch M&A. So hat in den vergangenen anderthalb Jahren nahezu jedes zweite unserer Portfoliounternehmen durch einen oder mehrere Zukäufe sein Produktportfolio erweitert oder die regionale Marktpräsenz vergrößert.

CM: Welche Trends sehen Sie aktuell im M&A-Geschäft? Was hat sich verändert im Vergleich zu früher?

Torsten Grede:
Als Private-Equity-Haus sind wir aktiver Teilnehmer des M&A-Marktes. Wir registrieren schon seit vier bis fünf Jahren einen kontinuierlich steigenden Wettbewerbsdruck. Es gibt sehr viel Geld: Das anhaltend niedrige Zinsniveau sorgt dafür, dass mehr Kapital in Private-Equity-Fonds fließt und Akquisitionsfinanzierungen ausreichend bereit stehen. Strategische Käufer verfügen ebenfalls über gute Liquiditätsreserven. Für Käufer aus dem US-Dollar-Raum kommt in diesem Jahr überdies der positive Wechselkurseffekt hinzu.

CM: Wie stellen Sie Ihr eigenes Unternehmen auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen ein? Wohin geht die Reise?

Torsten Grede:
Grundlage ist eine kontinuierliche Verbesserung der internen Geschäftsprozesse. So wie Industrieunternehmen sich stets fragen müssen, wie sie günstiger produzieren oder bessere Produkte anbieten können, gilt das auch für uns als Beteiligungsgesellschaft.

Eine zentrale Rolle spielen unsere Mitarbeiter. Neben dem weiteren Ausbau des Investmentteams haben wir in den vergangenen zwei Jahren die unterstützenden Funktionen in unserem Unternehmen durch Erweiterungen in Risikomanagement, in der internen Revision, bei Steuern und Compliance gestärkt.

Wir werden uns wohl darauf einstellen müssen, dass niedrige Zinsen für ein hohes Kapitalangebot und Investorenappetit auf Unternehmensbeteiligungen sorgen werden. Der Wettbewerb wird intensiv bleiben. Und wir werden uns darauf einrichten müssen, dass auf dem M&A-Markt Akteure aus China nicht mehr Exoten, sondern fester Bestandteil sein werden.

CM: Herr Grede, vielen Dank für Ihre Zeit und die gewonnenen Einsichten.

Wir wünschen Ihren Klienten und Ihnen alles Gute und nachhaltigen Erfolg!

 


Zur Person:
Torsten Grede, Sprecher des Vorstands der Deutschen Beteiligungs AG. Jahrgang 1964. Studierte nach der Ausbildung zum Bankkaufmann Betriebswirtschaftslehre in Köln und St. Gallen. Eintritt in die Deutsche Beteiligungs AG im November 1990, Berufung in den Vorstand zum 1. Januar 2001, zum Sprecher des Vorstands seit März 2013. 25 Jahre Private-Equity-Erfahrung.

Zum Unternehmen:
Die börsennotierte Deutsche Beteiligungs AG legt geschlossene Private-Equity-Fonds auf und investiert an der Seite der DBAG-Fonds in gut positionierte, mittelständische Unternehmen mit Entwicklungspotenzial. Einen Schwerpunkt legt die DBAG auf die Industriesektoren, in denen der deutsche Mittelstand im internationalen Vergleich besonders stark ist. Mit dieser Erfahrung, mit Know-how und Eigenkapital stärkt sie ihre Portfoliounternehmen darin, eine wertsteigernde Unternehmensstrategie umzusetzen.

(Quelle: Torsten Grede)

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