Anzeigen | Werbliche Webseite

Über den Wolken … Ein Dialog über Marktforschung & Start-up-Kooperationen mit Dennis Fleischer, Co-Founder von Quemey

 Themen: CRM, Deutschland, Europa, Freizeit, Sport & Tourismus, Marketing & Kommunikation, Marktforschung, München, Start-up-Kooperation, Start-ups

Beitrag von: Dennis Fleischer

Unternehmen: Quemey

Conplore Magazine:
Wofür steht Quemey? Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Arbeit?

Dennis Fleischer:

Sei es auf dem Weg zum Flughafen, am Gate oder im Flieger – Reisende werden ständig mit Wartezeiten konfrontiert und können ihre Zeit selten effektiv nutzen. Genau hier setzt Quemey an: Wir geben Reisenden die Möglichkeit ihre Zeit für sich zu nutzen.

Quemey ist ein Kunstwort, gebildet aus den Worten “Question” “Me” sowie “Survey” und impliziert den Fokus auf dem Reisenden, der für die Beantwortung von Umfragen – derzeit im Flugzeug – “just in time” belohnt wird.

Conplore Magazine:
Erfolgsfaktoren für Kooperationen zwischen Start-ups und Groß-Konzernen?

Dennis Fleischer:

Essenzieller Erfolgsfaktor für Startups im Umgang mit Groß-Konzernen ist eine detaillierte Vorbereitung und Transparenz. Vor jeder Kooperation oder Gespräch ist wichtig zu verstehen, wer einem gegenübersteht. Hierbei ist sowohl das Unternehmen als auch die einzelne Person bzw. der Ansprechpartner auf Konzern-Seite zu beachten!
Welche Ziele verfolgen sie? Welche Motivation liegt dem zu Grunde? Was genau benötige ich als Startup von der Person bzw. dem Groß-Konzern? Was kann ich bieten? Wie passt mein Business Modell zu dem des Groß-Konzerns und ggfls. zur persönlichen Roadmap meines Ansprechpartners? Diese Gedanken frühzeitig zu strukturieren hilft Startups dabei ihr Anliegen konkret zu formulieren und die Vorteile für Groß-Konzerne transparent zu machen und zu verkaufen.

Genau hier liegt ein weiterer Erfolgsfaktor – Grundlage für eine erfolgreiche Kooperation ist das Agieren auf Augenhöhe. Das kann erreicht werden, indem von Beginn an die Standpunkte und Ziele gegenüber den Partnern klar kommuniziert und auch vertreten werden.

Sollte es zu einer Übereinstimmung kommen, sind beidseitige Commitments für das gemeinsame Vorhaben wesentlich. Diese beziehen sich im Idealfall auf eine konkrete Roadmap für die Kooperation mit klaren Meilensteinen und Rollenverteilung.

Conplore Magazine:
Wie sieht die tägliche Realität aus?

Dennis Fleischer:

Das Kooperieren mit unterschiedlichen Partnern bezeugt unterschiedliche Realitäten. Denn hier verhalten sich Groß-Konzerne nicht gleich. Während manche Unternehmen durch z.B. Inkubatoren ein agiles Pendant zu Startups etabliert haben, sind manche dem gegenüber verschlossener. Aber es hat sich als das A und O erwiesen, sich auf die Kooperationsgespräche detailliert vorzubereiten. Es liegen jedoch nicht immer alle notwendigen Informationen vor, um sich in die jeweiligen Partner, Bereiche und Personen hineinzudenken. Deshalb empfiehlt es sich Gesprächsszenarien bei besonders wichtigen Meetings durchzugehen und sich die Argumente zurecht zu legen.

Eine Herausforderung stellt in einigen Fällen die fehlende Bündelung von Verantwortung in einem Bereich in Groß-Konzernen dar. Wesentliche Commitments können von ihnen daher nicht immer schnell und nachhaltig eingegangen und durchgeführt werden.

Auch ist eine Tendenz für die eigenen Interessen im Rahmen der Partnerschaft von Groß-Konzernen zu spüren und kann die Kooperation mit Startups belasten.

Conplore Magazine:
Ihr Tipp für junge Entrepreneure und Gründer?

Dennis Fleischer:

Identifizieren und begegnen Sie die richtigen Ansprechpartner in Groß-Konzernen auf Augenhöhe. Das ist essenziell, damit beide Partner von einer Kooperation langfristig profitieren können und das Chancen/Risiko-Verhältnis fair bleibt.

Inhaltliche Vorbereitungen und vorab durchassoziierte Gesprächsszenarien können dazu beitragen selbstbewusst aufzutreten und das Gleichgewicht zu wahren.
Dazu gehört auch den eigenen Standpunkt zu vertreten und in “ungemütliche” Gespräche zu gehen.

Bei Kooperationen mit Groß-Konzernen sollte die Zeitplanung von Beginn an langwierige Prozesse berücksichtigen. Bei Kunden- bzw. Lieferantenbeziehungen kann sich ein Einkaufsprozess über mehrere Wochen oder Monate erstrecken – gleiches betrifft Zahlungsziele.

Conplore Magazine:
Herr Fleischer, vielen Dank für die spannenden Einblicke und Perspektiven!

 


 

Über Dennis Fleischer:

Dennis Fleischer ist Mitgründer der Quemey GmbH und zudem Head of Executive Support des Senior Vice President Sales & Service Germany TC bei der T-Systems International GmbH.

Davor war Herr Fleischer im Rahmen des Traineeprogrammes im Vorstandsbereich der Deutschen Telekom AG im Beratungs- und Projektumfeld tätig.

Zuvor absolvierte er eine Ausbildung als Fachinformatiker in Kombination mit dem Studium der Wirtschaftsinformatik in Mainz, UK und Schweden. Daraufhin übte er internationale Funktionen bei der Commerzbank AG, Boehringer Ingelheim als auch der Volkswagen AG aus.

Über Quemey:

Quemey betreibt die weltweit erste digitale Befragungs-Plattform in Flugzeugen und ermöglicht Unternehmen wie Marktforschern oder Fluggesellschaften bestimmte Zielgruppen während des Fluges individuell zu befragen. Für jede beantwortete Umfrage erhält der Passagier eine sofortige Belohnung, z.B. in Form eines diskontierten Wi-Fi Passes. Quemey positioniert sich als “Enabler” für Passagiere, Fluggesellschaften sowie weitere Dritte die an der Befragung interessiert sind, um zusätzlichen Nutzen für alle Beteiligten zu generieren.

(Quelle: Dennis Fleischer)

 


Redaktioneller Eventtipp:
Treffen Sie Dennis Fleischer in München. Eine 1. Fachkonferenz mit ihm zum Thema “Start-up-Kooperation” findet im Februar 2017 statt.

Beginnen Sie mit der Eingabe und drücken Sie Enter, um zu suchen